Aktuelle ECONUM Studie: Working Capital der Dienstleistungsunternehmen wächst um 1,7 Mrd. EUR
20-06-17

Die aktuelle Studie der ECONUM Unternehmensberatung zum Working Capital in Dienstleistungsunternehmen zeigt, dass das Working Capital der analysierten 60 Dienstleister in den letzten vier Jahren um 1,7 Mrd. Euro gestiegen ist. Für viele Unternehmen dieser Branche besteht Handlungsbedarf bei der Einführung eines Working Capital Managements.

Das durchschnittliche Nettoumlaufvermögen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zzgl. der Vorräte und abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) der betrachteten Unternehmen beträgt ca. 11% vom Umsatz oder als Kennzahl in Tagen (C2C) ausgedrückt 41 Tage. Dies bedeutet einen leichten Anstieg um ca. 5 Tage und ein überproportionales Wachstum im Verhältnis zum Umsatz. Der Anstieg betrifft die Mehrzahl der Unternehmen: 66% der Unternehmen verzeichnen im Analysezeitraum einen Anstieg des Working Capital. Allerdings sind einige Branchensegmente stärker betroffen: Vor allem bei Ingenieursdienstleistungs-, Beratungs- und IT-Serviceunternehmen ist ein deutlicher Anstieg zu beobachten.

Angesichts eines positiven wirtschaftlichen Umfelds und günstiger Finanzierungsbedingungen setzen die Unternehmen ihre Prioritäten derzeit anderweitig. Neben der Optimierung der Höhe des Working Capital hat die Einführung eines Working Capital Managements häufig zusätzlich die Verbesserung der Steuerung des Umlaufvermögens und damit unmittelbar der Liquidität zum Ziel. Dies ist gerade für Dienstleistungsunternehmen mit einem hohen Projektgeschäftsanteil von immenser Bedeutung, da beispielsweise die verzögerte Fertigstellung oder Abnahme von Projekten sich unmittelbar in der Liquiditätsentwicklung niederschlägt. Carsten Lehberg, Partner bei ECONUM und Autor der Studie: „Eine nachhaltige Optimierung des Working Capital und eine damit einhergehende Verbesserung der Liquiditätssteuerung macht ein prozessbezogenes und damit unternehmensübergreifendes Vorgehen erforderlich. Daher ist Unternehmen eine rechtzeitige Beschäftigung mit diesem Thema gerade im wirtschaftlich positiven Umfeld zu empfehlen“.

Die Studie beruht auf den veröffentlichten Geschäftsberichten von 59 Unternehmen des Dienstleistungssektors. Die Auswahl der Unternehmen erfolgte auf Basis von Umsatzranglisten verschiedener Quellen zum Dienstleistungssektor insgesamt bzw. zu einzelnen Branchensegmenten. Es wurden nur Unternehmen berücksichtigt, die ihren Hauptsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei der Erstellung der Datenbasis wurden die veröffentlichten Zahlen unverändert übernommen.

Gerne senden wir Ihnen bei Interesse die vollständige Studie zu. Senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an info@econum.de.








<- Zurück zu: News