Es ist nicht gesagt,
dass es besser wird,
wenn es anders wird.


Wenn es aber
besser werden soll,
muss es anders werden.


Georg Christoph Lichtenberg

BDU

Diskussion über Organisation für die Entsorgung von Verpackungsabfällen im Bundesumweltministerium
31-10-14

Auf Einladung von Herrn Volkmar Vogel, MdB aus Ostthüringen diskutierten der Geschäftsleiter des Abfallwirtschaftszweckverband Ostthüringen Herr Dietmar Lübcke sowie Steffen Hofmann und Mathias Morgenstern, Partner der ECONUM Unternehmensberatung, in Berlin mit Dr. Helge Wendenburg, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft und Ressourcenschutz im Bundesumweltministerium, über die Zukunft der Organisation der Entsorgung von Verpackungsabfällen.

  

Der Gedankenaustausch steht im Zusammenhang mit der Umsetzung der in der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung verankerten Zielsetzung, die Verpackungsverordnung zur Verbesserung der umweltverträglichen Verwertung von Verpackungsabfällen in Richtung "....der gemeinsamen haushaltsnahen Wertstofferfassung für Verpackungen und andere Wertstoffe"1 weiterzuentwickeln. Der Abfallwirtschaftszweckverband Ostthüringen (AWV Osttühringen) hatte bereits 2008 gemeinsam mit der ECONUM Unternehmensberatung ein Konzept für eine "Wertstofftonne" entwickelt, betriebswirtschaftlich bewertet und umgesetzt. Seit dem 01. Januar 2011 werden in der Stadt Gera sowie im Landkreis Greiz offiziell alle Verpackungswertstoffe und Nichtverpackungswertstoffe in einer gemeinsamen Wertstofftonne des AWV gesammelt, um eine bürgernahe Sammlung mit einer umweltverträglichen Verwertung zu verbinden. Das System löst bekannte Konflikte der bisherigen Lösung "gelber Sack" auf: Der Bürger kann darauf verzichten, sich im Rahmen der Entsorgung mit einer Frage auseinanderzusetzen, an der ohnehin viele scheitern: Gehört der Wertstoff in den "gelben Sack", weil der Hersteller nach der geltenden Verpackungsverordnung Lizenzentgelte an die Systembetreiber wie das Duale System Deutschland entrichtet. Oder handelt es sich um "gewöhnlichen" Restabfall, weil ein Nichtverpackungswertstoff zu entsorgen ist, für den keine Lizenzentgelte gezahlt werden.Das Modell ist eine denkbare, in der Praxis erprobte Lösung für die Zukunft vor allem im Bereich der bürgernahen Sammlung.

Indes wurde in der Diskussion klar, dass es noch weitere Themen gibt, die auf dem Weg zur Novelle der Verpackungsverordnung eine Rolle spielen können. So existieren derzeit beispielsweise auch im Bereich der Zuständigkeit bzw. Aufgabenträgerschaft und der Verantwortung für die Beauftragung der Sammlung/Verwertung andere Organisationsalternativen.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Herrn Steffen Hofmann (steffen.hofmann@econum.de) oder Herr Mathias Morgenstern (mathias.morgenstern@econum.de).



1 siehe auch: "Deutschlands Zukunft gestalten" Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 18. Legislaturperiode vom 14. Dezember 2013, S. 83








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